Infoblatt 3-2016 War es das? (in german)

Sprichwörter, wie "Nur Bares ist wahres", werden genauso verschwinden, wie die eigentliche Bezeichnung des Geldes.

Der Schritt der Bundesregierung das Bargeld komplett abzuschaffen ist getan. Das Finanzministerium hat die Marke auf 5.000 Euro bar gelegt. Die Begründung für die Einschränkung der bürgerlichen Freiheitsrechte ist u.a. die Kontrolle über den internationalen Terrorismus zu erhalten.

Pro-Aurum-Geschäftsführer Robert Hartmann erklärte gegenüber Goldreporter EXKLUSIV: „Ich halte die Begründung der Initiative, man wolle den internationalen Terrorismus damit bekämpfen für wenig glaubwürdig. Vielmehr geht es aus meiner Sicht darum zu verhindern, dass die Bürger ihr Geld von der Bank im Falle negativer Zinsen abheben können. Staatliche Zugriffe auf Privatvermögen und Geldsperrung in Krisenzeiten sind nach der Umsetzung der Bail-In-Regel und dem Bargeldverbot dann nur noch einen Knopfdruck entfernt.“ (Quelle: Goldreporter.de, 4.2.16)

Die Bargeldbeschränkungspolitik Europas befindet sich jedoch schon seit einiger Zeit auf dem Vormarsch. In mehreren Ländern besteht schon seit geraumer Zeit ein Limit für Bargeldtransaktionen: Italien und Belgien 3.000 Euro, Spanien (seit 2012) 2.500 Euro, Portugal 1.000 Euro, Griechenland (seit 2011) 1.500 Euro für Privatpersonen und 3.000 Euro für Geschäftskunden, Slowakei 5.000 Euro usw. In Frankreich gilt eine Grenze von 1.000 Euro für Barzahlungen, ausgenommen davon sind ausländische Touristen, die bis 10.000 Euro (!) in bar bezahlen dürfen.

In Deutschland besteht schon seit langem ein verschärftes Geldwäschegesetz. Nach § 3 Absatz 2 Geldwäschegesetz müssen Banken, Sparkassen, Versicherer, Notare, Anwälte, Wirtschaftsprüfer und eine Reihe weiterer in § 2 genannter Institute und Personen Ein- und Auszahlungen ab 15.000 Euro den in § 16 aufgezählten Behörden nennen. Beträge darunter sind ebenfalls zu melden, falls sie nacheinander erfolgen und 15.000 Euro überschreiten.

Nicht damit zu verwechseln ist eine andere Bargeldgrenze: Falls Sie von Deutschland aus in ein anderes EU-Land reisen oder von dort kommen, müssen Sie mitgeführtes Bargeld und dem Bargeld gleichgestellte Zahlungsmittel im Gegenwert ab 10.000 Euro dem Zoll auf Befragen mündlich nennen. Zum Bargeld in diesem erweiterten Sinn gehören: Geldscheine und Münzen, sofern sie gesetzliche Zahlungsmittel sind oder in solche noch umgetauscht werden können, wie Mark und Schilling, ferner Sparbücher und -briefe, Schecks einschließlich Reiseschecks, Wechsel, Aktien, Gold, Silber, Platin, Diamanten, Rubine, Saphire und Smaragde (nicht dagegen Schmuck und sonstige Gegenstände aus Edelmetallen oder Edelsteinen). Für Sammler- und Anlagemünzen gilt nicht der Nominal-, sondern der tatsächliche aktuelle Wert.

Gläserner geht es doch kaum noch. Privatsphäre wird aufgelöst. Erspartes wird kriminalisiert.

DANKE